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Moment mal, Grigat

Du schreibst über die Kritiker der „Antideutschen“, sie gingen „an keiner Stelle auf die Textproduktion der antideutschen Ideologiekritik ein“:

Entweder kommen sie (…) völlig ohne Literaturhinweise aus (sic!), oder sie beziehen sich auf einzelne Sätze in Flugblättern und Veranstaltungsankündigungen, ignorieren aber die programmatischen Texte, die sich in mehreren Buchpublikationen und rund 15 Jahrgängen von Zeitschriften finden. Die Autoren würden sich auch schwer tun, Belege für ihre wortgewaltigen und mitunter wüsten Anschuldigungen zu finden (…)

Vor diesem Hintergrund ist im Selbstverständ­nis der antideutschen Ideologiekritik die Parteinahme für Israel, die nicht davon zu abstrahieren braucht, dass staatliche Verteidigungsmaßnahmen auch zu grauenhaften Übergriffen führen können und dass staatliches Handeln in Israel keineswegs auf den Zweck der Ver­hinderung der Vernichtung beschränkt ist (…)

Der Vorwurf des Philosemitismus und Philozionismus an die Antideutschen ist jedenfalls an den Texten der antideutschen Kritik nicht auszuweisen.

Dazu bieten solche Texte schließlich auch keinen, wirklich überhaupt keinen Anlass:

Die Staatsgründung Israels hat für viele Palästinenser Leid, beispielsweise das der Vertreibung, bedeutet. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Dieses Leid ist das notwendig kleinere Übel. Es kommt zwar darauf an, dieses Leid so gering wie möglich zu halten. Aber damit Israel seine Funktion erfüllen kann, die Juden weltweit zu schützen, darf es keinesfalls ein binationaler oder multikultureller Staat werden. Es muss summa summarum ein Staat mit einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit bleiben.

*keine weiteren Literaturhinweise*